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Der beste Algorithmus gewinnt

Dienstag, der 7. März 2017

Der beste Algorithmus gewinnt

Das Internet of Things, künstliche Intelligenz und Big Data bietet der Industrie ein enormes Potential. Chance oder Gefahr für den deutschen Mittelstand?

„In naher Zukunft wird mehr Wissen durch Maschinen hergestellt, als durch Menschen“. Zu diesem Schluss kommt Jack Thoms vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz auf dem Mediaevent von Teradata und Siemens zur Digitalisierung in der Transport- und Mobilitätsbranche. Als Beispiel nennt er hier neue Sensoren an Zügen, die Dinge außerhalb der menschlichen Wahrnehmung erfassen können. Wo früher ein Lokomotivführer mit Erfahrungswissen vonnöten war, sorgen jetzt Datenanalysen für zuverlässige Informationen. Tom Fastner von Teradata stimmt mit ein. Angesichts riesiger Datenmengen kann ein Mensch spezielle Korrelationen gar nicht mehr nachvollziehen, Maschinen hingegen können Trends entdecken, die dem menschlichen Auge so gar nicht aufgefallen wären. Möglich sei dies beispielsweise durch Technologien wie sie Teradata anbietet, die eine stabile Infrastruktur für das Datenmanagement und die Datenanalysen von  Big Data liefern. Für Johannes Emmelheinz, CEO der Siemens Mobility Services, braucht es in Zukunft hingegen sehr wohl Menschen, die neben IT noch etwas von Zügen verstehen, also das mechanische Know-How mitbringen.

 

Deutscher Mittelstand hängt hinterher

Michael ten Hompel, Institutsleiter des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und Software- und Systemtechnik ISST, sieht die Entwicklung in Deutschland noch ganz am Anfang. Seiner Meinung nach ist das Internet der Dinge hier noch nicht wirklich angekommen. In einer aktuellen Studie seines Instituts und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften geben als Erfolgsfaktor nur 37 Prozent der mittelständischen Unternehmen an, neue Produkte im Rahmen der Digitalisierung oder des Internets der Dinge zu entwickeln. Seiner Ansicht nach ein erschreckend geringer Anteil: Im Augenblick gehe es gerade darum, in  disruptive Produkte mit einem direkten Nutzen zu investieren.

Die Hypothese der Industrie 4.0 sei, dass Systeme mit Intelligenz ausgestattet werden und beispielsweise die Produktion möglichst effizient gesteuert wird. Noch ist das allerdings nicht bewiesen, viele Algorithmen dafür noch nicht entwickelt. Für Hompel ein klarer Arbeitsauftrag: „Wir müssen uns mit neuer Technologie beschäftigen, denn am Ende werden diejenigen gewinnen, die die besten Algorithmen vorweisen können“.

 

Mehr zum Thema:

Blog-Artikel: Industrie 4.0 – Der Zug der immer rollt

Blog-Artikel: Datenschutz vor Fortschritt

Case Study: The Internet of Trains

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