Die Top 10 Trends im E-Mail-Marketing der letzten Jahre

Posted on: November 7th, 2011 by Martin Czermin 1 Comment

top 10 trends im e-mail-marketingWarum wir E-Mail-Marketing so aufregend finden? Weil sich die Branche kontinuierlich und schnell revolutioniert und es definitiv nie langweilig wird. Ständig neue Entwicklungen bieten den Unternehmen die Möglichkeiten, Ihre Kundenbeziehungen kontinuierlich auszubauen und Interessenten gezielt mit Informationen zu versorgen. 12 Jahre ist eCircle jetzt schon am Markt und dabei haben wir einiges mitgemacht und auch mitgestaltet. Zeit für einen Rückblick und Resumé: Die aus unserer Sicht größten Trends und Revolutionen im E-Mail-Marketing der vergangenen Jahre – freigegeben zur Diskussion.

1. Segmentierung und Personalisierung

Die beiden Dauertrends im E-Mail-Marketing, auch wieder im Jahr 2011, sind Segmentierung und Personalisierung. Mit der Zahl an Spam-Nachrichten stieg und steigt die Notwendigkeit, sich weg vom Massenversand und hin zur spezifischen Kundenansprache zu orientieren. Wirklich erfolgreich sind nur die E-Mail-Marketer, die möglichst jeden Adressaten mit hochindividuellen Informationen und Angeboten ansprechen.

Unternehmen kommunizieren nicht mehr blind mit abstrakten Zielgruppen, sondern sprechen Empfängern mit unterschiedlichen Vorlieben und Interessen direkt an. Durch diese Verlagerung wird die Kommunikation über E-Mails immer authentischer und dialogorientierter.

2. User Generated Content

User Generated Content wird im E-Commerce immer wichtiger. Marketer sind heutzutage mit dem Problem konfrontiert, Kunden zu erreichen, die sich untereinander mehr vertrauen als der Unternehmens-Werbung. Eigentlich kein neuer Trend, ein Schwätzchen unter Freunden und der Hinweis auf ein gerade erworbenes Produkt gab es wohl schon vor der Erfindung des Internets. Doch die detaillierte Online-Bewertung von Produkten und der gezielte Einsatz von Unternehmens-Seite ist ein relativ neuer Trend, der jedoch bereits enorme Bedeutung erlangt hat. Immer mehr Online-Käufer achten auf Kundenbewertungen und Kritiken, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Einer aktuellen Studie zufolge, erhöhen positive Kundenbewertungen in Online-Shops die Kaufwahrscheinlichkeit sogar um knapp 40%. Ein eindeutiges Zeichen für den Einsatz von nutzergenerierten Inhalten auf der Website und in Kampagnen. E-Mail-Kampagnen helfen dabei, das Kritikvolumen zu steuern und User Generated Content hilft wiederum dabei, die Clickthrough- und Abverkaufs-Rate in die Höhe schießen zu lassen.

3. Integrationen

E-Mail-Marketing steht natürlich nicht isoliert im weiten Raum. Adressen müssen von irgendwo her kommen, eingepflegt und ständig aktualisiert werden. Auf der anderen Seite soll natürlich nachvollziehbar sein, was durch die E-Mail-Kampagne im Online-Shop ausgelöst wird. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan und heute sind Integrationen von CRM- und E-Commerce-Systemen nahtlos möglich. Standardisierte Schnittstellen machen ausgefeiltes Dialog-Marketing zum Kinderspiel. Einmal integriert bietet der Einsatz der E-Mail-Versandlösung die Möglichkeit, die Nachrichtenerstellung zu automatisieren, die Empfängerprofile für exakte Selektionen mit umfangreichen Informationen aus dem CRM oder direkt von der E-Shop-Plattform anzureichern sowie relevante Inhalte automatisiert in die Nachricht einzubinden.

4. Triggered E-Mails

Triggered Mails sind personalisierte E-Mails, die zu einem bestimmten Anlass oder Event automatisch verschickt werden. Anlass (Trigger) der E-Mails könnten Daten (Geburtstag, Jahrestag, usw.) oder Aktionen des Empfängers (Einkauf, Registrierung, etc) sein. So können zum Beispiel werdende Mütter individualisierte Informationen, passend zum Schwangerschaftsmonat, erhalten. Konsumgüterhersteller können ihren Kunden mit Trigger-E-Mails an ein in der Vergangenheit bestelltes und nun (nach Lebenszyklus-Berechnung) wieder benötigtes Produkt erinnern.

Der Empfänger erhält somit durch Triggered E-Mails individuelle Informationen mit hoher persönlichen Relevanz. So generieren Triggered Mails durch die  überdurchschnittlich hohe Öffnungs- und Klickraten eine höhere Empfängerloyalität als „übliche“ Newsletter.

5. Transaktionsmails

Transaktionsmails sind E-Mails, die durch eine konkrete Aktion des Empfängers ausgelöst automatisiert versendet werden. Typische Transaktionsmails sind Anmelde- oder Kaufbestätigungen, Versandbenachrichtigungen oder Statusmeldungen. Transaktionsmails genießen bei den Empfängern eine besonders hohe Aufmerksamkeit und Relevanz, da sie meist erwartet werden. Entsprechend hoch sind die Öffnungsraten: Bis zu 80 % sind keine Seltenheit. Dementsprechend sinnvoll ist es, Transaktionsmails auch werblich zu nutzen. Hier besteht laut der E-Mail-Marketing Benchmark Studie von eCircle bei vielen Unternehmen noch enormes Nachhol-Potential. One-to-One Marketing bedeutet im Jahr 2011, relevante Werbebotschaften, Kundenbindungs-, Cross- und Up-Selling-Maßnahmen in hochindividuelle Service-Mails zu integrieren.

6. Behavioral E-Mail

Laut aktueller Umfragen und Studien brechen je nach Branche und Portfolio bis zu 90% aller Konsumenten ihre Online-Bestellung vorzeitig ab. Übrig bleiben viele anonyme Tracking-Informationen, sowie ein Durcheinander von Nutzerdaten. Mit Behavioral-E-Mail-Marketing lassen sich solche Informationen einfach und schnell verbinden; Tracking- und Targeting-Informationen ermöglichen anschließend den automatisierten Versand von kundenspezifischen E-Mails.

So zum Beispiel bei Buchungs- und Warenkorbabbrechern: Personalisierte Angebote werden automatisiert anhand der Nutzerbewegungen generiert und versandt.

Das schnelle und präzise Versenden durch Behavioral-E-Mail-Marketing spart viel Zeit und Geld und kann Ihnen sehr viel höhere Konversionsraten bescheren.

7. Social Media

Social Media ist wohl DAS Hype-Thema der letzten Jahre. Viele bewährte Marketingformen geraten dabei anscheinend in Vergessenheit. Doch wieso sollte man Social Media nicht mit „klassischen“ Online-Kanälen integrieren? Social Media Marketing ist eine perfekte Ergänzung zum E-Mail Marketing – in Kombination können sich die beiden Kanäle gegenseitig pushen. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig, Newsletter können auf Facebook gepostet werden, der „Like-Button“ kann in E-Mail-Kampagnen integriert oder aktuelle Unternehmens-Tweets in den Newsletter eingebunden werden. So werden durch Social Media Marketing neue Märkte und Zielgruppen erreicht und die Reichweite einer Kampagne vergrößert sich um ihr vielfaches.

8. Video Mail

Vor Kurzem gab es hier eine bedeutende Wende: Videos in E-Mails werden nun ohne vorherige Sicherheitsabfrage und technisch einwandfrei automatisch ausgeliefert. Sobald der Empfänger die E-Mail geöffnet hat, startet das Video von selbst, zudem in guter Qualität.

Durch diese Innovation wird es möglich, Bewegtbilder in Newsletter zu integrieren und dadurch die Zielgruppe noch emotionaler anzusprechen.

9. Mobile

Immer mehr Internetnutzer surfen unterwegs oder rufen ihre E-Mails über ihr Smartphone ab. Bereits 26% der Deutschen Handybesitzer nutzen das mobile Internet, Tendenz steigend. Die zunehmende Nutzung der Smartphones bringt neue Herausforderung für das E-Mail-Marketing mit sich. Damit Newsletter auch auf mobilen Endgeräten einwandfrei zu- und dargestellt werden können, müssen einige technische und gestalterische Hürden überwunden werden, doch es eröffnen sich auch ganz neue Möglichkeiten. So bieten Kampagnen mit Coupon- oder Voucher-Codes enormes Potential im mobilen E-Mail-Marketing. Das Handy ist schließlich immer dabei und somit auch das Werbemittel. In den USA haben bereits 42% aller Smartphone oder Tablet Nutzer Ihr Gerät als Coupon verwendet. Der per E-Mail empfangene Gutschein oder Rabattcode kann dabei direkt am POS eingelöst werden. Umgekehrt lassen sich Newsletter-Abonnenten oder Kaufinteressenten durch mobile Endgeräte auch direkt am Verkaufsort generieren.

10. Die Cloud

Die ganze Welt spricht über Cloud Computing und auch im E-Mail-Marketing hat dieser wohl neuste Trend zur Revolution geführt.

Die Cloud ermöglicht es, Informationen in großen Datensätzen zu speichern und diese zu den Nutzerprofilen in der E-Mail-Marketing Software zu verlinkt. Dies hat den Vorteil einer hohen Flexibilität und schnelleren Prozessabwicklung. Der so entstandene erweitere Datenpool kann schier endlose Daten über das Verhalten der User speichern, so zum Beispiel das E-Mail-Verhalten (bei welchen Themen öffnet und klickt der Empfänger?), soziale Interaktionen auf Facebook oder Twitter, Browsing- und Plattform-Verhalten, Shopping Historien, und Geo-Targeting. Die Fülle an Daten, die über die User gesammelt und abgespeichert werden, können dann effektiv für gezielte E-Mail-, Mobile- oder Social-Programme genutzt werden. Kunden werden noch spezifischer und persönlicher angesprochen – und somit schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei Trend 1.

Diese 10 Innovationen sind nur eine Auswahl aus zahlreichen erfolgreichen Neuheiten, die für uns und die E-Mail-Marketing Branche von großer Bedeutung sind.

Sind Sie mit uns einer Meinung? Welche der 10 Trends hat Ihnen am meisten gebracht? Oder sehen Sie vielleicht ganz andere Top-Innovationen der letzten Jahre? Wir freuen uns auf Ihren Input.

One Response

  1. Stefan Rosebrock

    %A, 11UTCFri, 11 Nov 2011 22:52:28 +0000 %e. %B %Y

    Wirklich gute und schlüssige Zusammenstellung der wichtigen Entwicklungen im E-Mail-Marketing.

    Unsere Kunden machen in erster Linie beim Punkt 1 sehr gute Erfahrungen, wenn man sich dieser Aufgabe annimmt.

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